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Gesellschaft der „Freien"

In der Gesellschaft der „Freien" hatten sich Berliner Schriftsteller, unter ihnen die Junghegelianer Bruno Bauer, Edgar Bauer, Eduard Meyen, Ludwig Buhl und Max Stirner, zusammengeschlossen. Franz Mehring schrieb in seinem Buch „Karl Marx. Geschichte seines Lebens" treffend, dass sich in dieser Gesellschaft „so ziemlich alle vormärzlichen Literaten der preußischen Hauptstadt zusammenfanden, um die politischen und sozialen Revolutionäre in der Gestalt wild gewordener Philister zu spielen". Die vom Leben losgelösten und sich in abstrakten philosophischen Streitereien ergehenden „Freien" sagten sich 1843/1844 von dem „Radikalismus des Jahres 1842" los, sanken auf die Stufe des subjektiven Vulgäridealismus hinab und propagierten eine „Theorie", derzufolge nur auserwählte Persönlichkeiten, Träger des „Geistes", der „reinen Kritik", Schöpfer der Geschichte seien, während die Masse, das Volk, lediglich als träges Material, als Ballast im historischen Prozess diene. In ihrem ersten gemeinsamen Werk „Die heilige Familie" entlarvten Marx und Engels die schädlichen, reaktionären Ideen der Junghegelianer, die ihren Ansichten die Bezeichnung „kritische Kritik" gegeben hatten.

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