Rosa Luxemburg: Die russische Tragödie1 [Nicht gezeichneter Artikel, Spartacus, Nr. 11 vom September 1918. In: Spartakusbriefe, Berlin 1958, S. 453-460. Nach Gesammelte Werke, Band 4, Berlin 1974, S. 385-392] Seit dem Brest-Litowsker Frieden ist die russische Revolution in eine sehr schiefe Lage geraten. Die Politik, von der sich die Bolschewiki dabei haben leiten lassen, liegt auf der Hand: Friede um jeden Preis, um eine Atempause zu gewinnen, inzwischen die proletarische Diktatur in Russland auszubauen und zu befestigen, soviel wie irgend möglich an Reformen im Sinne des Sozialismus zu verwirklichen und so den Ausbruch der internationalen proletarischen Revolution abzuwarten, sie zugleich durch das Beispiel Russlands zu beschleunigen. Da die absolute Kriegsmüdigkeit der russischen Volksmassen und zugleich die militärische Desorganisation, die vom Zarismus hinterlassen war, die Fortsetzung des Krieges sowieso zu einem aussichtslosen Verbluten Russlands zu machen schienen, so war ohnehin kein anderer Ausweg als schleuniger Abschluss des Friedens möglich. Dies war die Rechnung von Lenin und Genossen. Sie war diktiert von zwei rein revolutionären Gesichtspunkten: von dem unerschütterlichen Glauben an die europäische Revolution des Proletariats als den einzigen Ausweg und die unvermeidliche Konsequenz des Weltkrieges und von der ebenso unerschütterlichen Entschlossenheit, die einmal errungene Macht in Russland bis zum Äußersten zu verteidigen, um sie zur energischsten und radikalsten Umwälzung auszunützen. Und doch war sie zum größten Teil eine Rechnung ohne den Wirt, nämlich ohne den deutschen Militarismus, dem sich Russland durch den Separatfrieden auf Gnade und Ungnade ausgeliefert hat. Der Brester Friede war in Wirklichkeit nichts anderes als eine Kapitulation des russischen revolutionären Proletariats vor dem deutschen Imperialismus. Freilich, Lenin und seine Freunde täuschten über die Tatsachen weder sich noch andere. Sie gaben die Kapitulation unumwunden zu. Worüber sie sich leider täuschten, war die Hoffnung, um den Preis dieser Kapitulation eine wirkliche Atempause zu erkaufen, durch einen Separatfrieden sich aus dem Höllenbrand des Weltkrieges wirklich retten zu können. Sie zogen die Tatsache nicht in Betracht, dass die Kapitulation Russlands in Brest-Litowsk eine enorme Stärkung der imperialistisch-alldeutschen Politik, damit gerade die Schwächung der Chancen einer revolutionären Erhebung in Deutschland bedeuten und nicht den Abschluss des Krieges mit Deutschland herbeiführen würde, sondern bloß den Anfang eines neuen Kapitels dieses Krieges. Tatsächlich ist der „Friede" von Brest-Litowsk eine Chimäre. Nicht einen Augenblick hat es Frieden zwischen Russland und Deutschland gegeben. Es war seit Brest-Litowsk bis auf heute fortgesetzter Krieg, nur ein eigenartiger, von einer Seite geführter Krieg: systematisches deutsches Vordringen und stillschweigendes Zurückweichen der Bolschewiki, Schritt für Schritt. Die Okkupation der Ukraine, Finnlands, Livlands, Estlands, der Krim, des Kaukasus, immer weiterer Strecken Südrusslands – das ist das Ergebnis des „Friedenszustandes" seit Brest-Litowsk. Und das bedeutete: erstens Erdrosselung der Revolution und Sieg der Konterrevolution in allen revolutionären Hochburgen Russlands. Denn Finnland, Baltikum, Ukraine, Kaukasus, Schwarzmeergebiet – das ist alles Russland, nämlich Terrain der russischen Revolution, was auch die hohle, kleinbürgerliche Phraseologie über das „Selbstbestimmungsrecht der Nationen" dagegen schwatzen mag. Zweitens bedeutet dies: Abschnürung auch des großrussischen Teils des revolutionären Terrains vom Getreidegebiet, Kohlengebiet, Erzgebiet und Naphthagebiet, also von den wichtigsten wirtschaftlichen Lebensquellen der Revolution. Drittens: Ermunterung und Stärkung aller konterrevolutionären Elemente innerhalb Russlands zum kräftigsten Widerstand gegen die Bolschewiki und ihre Maßnahmen. Viertens: Schiedsrichterrolle Deutschlands in den politischen und wirtschaftlichen Beziehungen Russlands zu allen seinen eigenen Provinzen – Finnland, Polen, Litauen, Ukraine, Kaukasus – sowie zu den Nachbarstaaten – Rumänien. Die allgemeine Konsequenz dieses unumschränkten Schaltens und Waltens Deutschlands in Russland war naturgemäß eine ungeheure Stärkung der Position des deutschen Imperialismus nach innen wie nach außen und dadurch selbstverständlich Anfachung des Widerstands und des Kriegswillens der Ententeländer bis zum Weißglühen, also Verlängerung und Verschärfung des Weltkrieges. Ja, noch mehr: Die der deutschen fortschreitenden Okkupation gegenüber an den Tag gelegte Widerstandslosigkeit Russlands musste naturgemäß auch die Entente und Japan zu einer Gegenaktion auf russischem Gebiete anlocken, um das ungeheure Übergewicht Deutschlands zu parieren und gleichfalls an dem wehrlosen Koloss die imperialistischen Appetite zu befriedigen. Nun werden der Norden und Osten des europäischen Russlands sowie ganz Sibirien abgeschnürt, und die Bolschewiki werden von den letzten Lebensquellen abgesperrt. So wird die russische Revolution im Endresultat des Brester Friedens von allen Seiten umzingelt, ausgehungert, erdrosselt. Aber auch im Innern, auf dem von Deutschland den Bolschewiki noch übrig gelassenen Terrain, musste die Herrschaft und die Politik der Revolution in schiefe Bahnen gedrängt werden. Die Attentate auf Mirbach und Eichhorn sind eine begreifliche Antwort auf die Schreckensherrschaft des deutschen Imperialismus in Russland. Die Sozialdemokratie hat freilich seit jeher den Terror als Einzelakte verworfen, aber nur, weil sie ihm den Massenkampf als wirksameres Mittel entgegenstellte, nicht weil sie ihm passives Dulden der reaktionären Gewaltherrschaft vorzog. Es ist natürlich nur eine der offiziösen Fälschungen des WTB, dass die linken Sozialrevolutionäre diese Attentate auf Anstiftung oder im Auftrage der Entente ausführten. Diese Attentate sollten entweder Signal für einen Massenaufstand gegen die deutsche Herrschaft sein, oder sie waren nur impulsive Racheakte der Verzweiflung und des Hasses gegen die deutsche Blutherrschaft. Wie sie auch gemeint sein mochten, sie haben eine schwere Gefährdung der Sache der Revolution in Russland mit sich gebracht, nämlich die Spaltung innerhalb der bisher herrschenden sozialistischen Gruppierung. Sie haben einen Keil zwischen die Bolschewiki und die linken Sozialrevolutionäre getrieben, ja einen Abgrund und die Todfeindschaft zwischen den beiden Flügeln der Revolutionsarmee geschaffen. Gewiss, auch die sozialen Unterschiede, der Gegensatz des besitzenden Bauerntums und des Landproletariats, sowie anderes hätten früher oder später eine Entzweiung der Bolschewiki und der linken Sozialistenrevolutionäre herbeigeführt. Bis zum Attentat auf Mirbach schienen die Dinge noch nicht so weit gediehen zu sein. Tatsache ist jedenfalls, dass die linken Sozialistenrevolutionäre den Bolschewiki ihre Unterstützung liehen. Die Oktoberrevolution, die die Bolschewiki ans Ruder brachte, die Auseinandertreibung der Konstituante, die bisherigen Reformen der Bolschewiki wären ohne die Mitwirkung der linken Sozialistenrevolutionäre kaum möglich. Erst Brest-Litowsk und seine Nachwirkungen haben den Keil zwischen die beiden Flügel getrieben. Der deutsche Imperialismus erscheint jetzt als der Schiedsrichter in den Beziehungen der Bolschewiki zu ihren gestrigen Bundesgenossen in der Revolution, wie er Schiedsrichter in ihren Beziehungen zu den Randprovinzen Russlands und seiner Nachbarstaaten ist. Dass sich dadurch die ohnehin gewaltigen Widerstände gegen die Herrschaft und das Reformwerk der Bolschewiki steigern, dass die Basis, auf der ihre Herrschaft beruht, sich dadurch bedeutend verschmälert hat, liegt auf der Hand. Wahrscheinlich war diese innere Auseinandersetzung und Spaltung der heterogenen Elemente der Revolution an sich unvermeidlich, wie dies bei der fortschreitenden Radikalisierung in jeder aufsteigenden Revolution unvermeidlich ist. Jetzt ist aber tatsächlich eine Auseinandersetzung um die Säbelherrschaft Deutschlands über die russische Revolution eingetreten. Der deutsche Imperialismus ist der Pfahl, der im Fleische der russischen Revolution wühlt. Doch damit nicht genug der Gefahren! Der eherne Ring des Weltkrieges, der im Osten durchbrochen schien, schließt sich wieder um Russland und um die Welt lückenlos: Die Entente rückt mit Tschechoslowaken und Japanern vom Norden und Osten her – eine natürliche, unvermeidliche Folge des Vorrückens Deutschlands vom Westen und vom Süden aus. Die Flammen des Weltkrieges züngeln auf russischen Boden hinüber und werden im nächsten Augenblick über der russischen Revolution zusammenschlagen. Sich dem Weltkriege – und sei es um den Preis der größten Opfer – zu entziehen erweist sich letzten Endes für Russland allein unmöglich. Und nun droht den Bolschewiki als Endstation ihres Dornenwegs das Schrecklichste: Wie ein unheimliches Gespenst nähert sich – ein Bündnis der Bolschewiki mit Deutschland! Das wäre allerdings das letzte Glied in der verhängnisvollen Kette, die der Weltkrieg um den Hals der russischen Revolution geschlungen hat: erst Zurückweichen, dann Kapitulation und schließlich ein Bündnis mit dem deutschen Imperialismus. Die russische Revolution wäre somit vom Weltkriege, dem sie sich um jeden Preis entziehen wollte, nur auf den Gegenpol geschleudert – von der Seite der Entente unter dem Zaren auf die Seite Deutschlands unter den Bolschewiki. Es bleibt ein Ruhmestitel des russischen revolutionären Proletariats, dass seine erste Geste nach Ausbruch der Revolution die Absage an die Gefolgschaft im Heerbann des franko-englischen Imperialismus war. Aber Heerbanndienste an den deutschen Imperialismus sind angesichts der internationalen Lage noch viel schlimmer. Trotzki soll erklärt haben, wenn Russland die Wahl zwischen japanischer und deutscher Okkupation hätte, so würde es die letztere wählen, da Deutschland viel reifer zur Revolution sei als Japan. Das Gequälte dieser Spekulation liegt auf der Hand. Es handelt sich ja nicht allein um Japan als Gegner Deutschlands, sondern um England und Frankreich, von denen niemand heute zu sagen vermag, ob ihre inneren Verhältnisse der proletarischen Revolution günstiger sind als in Deutschland oder nicht. Das Räsonnement Trotzkis ist aber überhaupt insofern falsch, als gerade die Aussichten und Möglichkeiten einer Revolution in Deutschland durch jede Stärkung und jeden Sieg des deutschen Militarismus verschüttet werden. Sodann aber kommen noch ganz andere Gesichtspunkte als diese angeblich realistischen in Betracht. Eine Allianz der Bolschewiki mit dem deutschen Imperialismus wäre der furchtbarste moralische Schlag für den internationalen Sozialismus, der ihm noch versetzt werden könnte. Russland war der einzige, letzte Winkel, wo revolutionärer Sozialismus, Reinheit der Grundsätze, ideale Güter noch einen Kurs hatten, wohin sich die Blicke aller ehrlichen sozialistischen Elemente in Deutschland wie in ganz Europa richteten, um sich von dem Ekel zu erholen, den die Praxis der westeuropäischen Arbeiterbewegung hervorruft, um sich mit Mut zum Ausharren, mit Glauben an ideelle Werke, an heilige Worte zu wappnen. Mit der grotesken „Paarung" zwischen Lenin und Hindenburg wäre die moralische Lichtquelle im Osten verlöscht. Es liegt auf der Hand, dass die deutschen Machthaber der Sowjetregierung die Pistole auf die Brust setzen und ihre verzweifelte Lage ausnutzen, um ihr diese ungeheuerliche Allianz aufzuzwingen. Aber wir hoffen, dass Lenin und seine Freunde um keinen Preis nachgeben werden, dass sie dieser Zumutung gegenüber ein kategorisches: Bis hierher und nicht weiter! zurufen werden. Sozialistische Revolution auf deutschen Bajonetten sitzend, proletarische Diktatur unter der Schirmvogtei des deutschen Imperialismus – das wäre das ungeheuerlichste, was wir noch erleben könnten. Und obendrein wäre es – reine Utopie. Ganz zu schweigen davon, dass das moralische Prestige der Bolschewiki im Lande selbst vernichtet wäre, sie würden jede Bewegungsfreiheit und jede Unabhängigkeit auch in der inneren Politik verlieren, um in kürzester Zeit – von der Bühne überhaupt zu verschwinden. Sieht doch jedes Kind seit langem, dass Deutschland nur schwankt und auf die Gelegenheit lauert, um mit Miljukows, irgendwelchen Hetmans und Gott weiß welchen dunklen Ehrenmännern und Strohpuppen der bolschewistischen Herrlichkeit ein Ende zu machen, Lenin und Genossen, nachdem sie wie die Ukrainer, die Lubinskys und Konsorten, die Rolle des Trojanischen Pferdes ausgespielt haben werden, sie selbst abzuwürgen. Dann erst wären alle bisherigen Opfer, das große Opfer des Brester Friedens rein umsonst gebracht; denn ihr Kaufpreis wäre zum Schluss der moralische Bankrott Jeder politische Untergang der Bolschewiki im ehrlichen Kampfe gegen die Übermacht und Ungunst der geschichtlichen Situation wäre diesem moralischen Untergang vorzuziehen. Die Bolschewiki haben sicher verschiedene Fehler in ihrer Politik begangen und begehen sie vielleicht noch jetzt – man nenne uns eine Revolution, in der keine Fehler begangen worden sind! Die Vorstellung von einer Revolutionspolitik ohne Fehler, obendrein in dieser völlig beispiellosen Situation, ist so abgeschmackt, dass sie nur eines deutschen Schulmeisters würdig wäre. Wenn die so genannten Führer des deutschen Sozialismus in einer außergewöhnlichen Situation schon vor einer einfachen Reichstagsabstimmung die so genannten Köpfe verlieren und ihnen schon dort, wo das einfache Abc des Sozialismus den Weg klar vorzeichnet, das Herz in die Hosen rutscht und sie den ganzen Sozialismus wie eine schlecht gelernte Lektion vergessen – wie will man, dass eine Partei in einer wahrhaft dornenvollen und unerhörten historischen Situation, in der sie der Welt ganz neue Bahnen weisen will, keine Fehler begeht? Die fatale Lage jedoch, in der sich die Bolschewiki heute befinden, ist mitsamt den meisten ihrer Fehler selbst eine Folge der grundsätzlichen Unlösbarkeit des Problems, vor das sie durch das internationale, in erster Linie durch das deutsche Proletariat gestellt worden sind. Die proletarische Diktatur und sozialistische Umwälzung in einem einzelnen Lande durchführen, das von starrer imperialistischer Reaktionsherrschaft umgeben und vom blutigsten Weltkriege der menschlichen Geschichte umtobt ist, das ist eine Quadratur des Zirkels. Jede Partei müsste an dieser Aufgabe scheitern und zugrunde gehen – ob sie den Willen zum Sieg und den Glauben an den internationalen Sozialismus oder aber den Selbstverzicht zum Leitstern ihrer Politik macht. Wir möchten jene pflaumenweichen Heulmeier, jene Axelrod, Dan, Grigorjanz und wie sie alle heißen, sehen, die jetzt mit Schaum am Munde über die Bolschewiki zetern und im Auslande ihr Leid herum klagen, wobei sie – siehe da! – eine mitfühlende Brust bei solchen Helden wie Ströbel, Bernstein und Kautsky finden; wir möchten jene Deutschen an der Bolschewiki Stelle sehen! Ihre ganze Besserwisserei würde sich natürlich in einer Allianz mit den Miljukows im Innern und mit der Entente nach außen erschöpfen, wozu noch im Innern bewusster Verzicht auf alle sozialistischen Reformen oder auch nur Anläufe zu solchen hinzukäme – von wegen der bewussten Eunuchenweisheit, dass Russland ein Agrarland und kapitalistisch noch nicht gar gekocht sei. Es ist eben die falsche Logik der objektiven Situation: Jede Partei, die heute in Russland zur Macht gelangt, muss eine falsche Taktik befolgen, solange sie als ein Teil der internationalen proletarischen Armee vom Gros dieser Armee im Stiche gelassen wird. Die Schuld an den Fehlern der Bolschewiki trägt in letzter Linie das internationale Proletariat und vor allem die beispiellose beharrliche Niedertracht der deutschen Sozialdemokratie, einer Partei, die im Frieden an der Spitze des Weltproletariats zu marschieren vorgab, alle Welt zu belehren und zu führen sich anmaßte, im eigenen Lande mindestens zehn Millionen Anhänger beider Geschlechter zählte und nun seit 4 Jahren wie die feilen Landsknechte des Mittelalters auf Geheiß der herrschenden Klassen den Sozialismus vierundzwanzig Mal an jedem Tage ans Kreuz schlägt. Die Nachrichten, die heute aus Russland kommen, und die Lage der Bolschewiki sind ein erschütternder Appell an den letzten Funken Ehrgefühl in den deutschen Arbeiter- und Soldatenmassen. Sie haben die russische Revolution kaltblütig in Stücke reißen, umzingeln, aushungern lassen. Mögen sie sie wenigstens noch in zwölfter Stunde vor dem Furchtbarsten retten: vor dem moralischen Selbstmord, vor der Allianz mit dem deutschen Imperialismus. Es gibt nur eine Lösung der Tragödie, in die Russland verstrickt ist: den Aufstand im Rücken des deutschen Imperialismus, die deutsche Massenerhebung als Signal zur internationalen revolutionären Beendigung des Völkermordes. Die Rettung der Ehre der russischen Revolution ist in dieser Schicksalsstunde identisch mit der Ehrenrettung des deutschen Proletariats und des internationalen Sozialismus. 1 „Der Artikel spricht Befürchtungen aus, die auch in unseren Kreisen vielfach vorhanden sind – Befürchtungen, die aus der objektiven Lage der Bolschewiki, nicht aus ihrem subjektiven Verhalten entspringen. Wir bringen den Artikel vornehmlich wegen seiner Schlussfolgerung: ohne die deutsche Revolution keine Rettung der russischen Revolution, keine Hoffnung für den Sozialismus in diesem Weltkriege. Es bleibt nur die eine Lösung: der Massenaufstand des deutschen Proletariats." [Fußnote der Redaktion von „Spartacus"] |
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